Kinderhypnose

Was unterscheidet Kinderhypnose von Hypnose mit Erwachsenen?

Kinder gehen viel leichter in Trance als Erwachsene. Bei kleinen Kindern (bis zum Alter von etwas 7 bis 8 Jahren) reicht es meistens schon aus, ihnen zu sagen: "Schließ' mal Deine Augen und stell' Dir vor ..."

In meiner Therapie habe ich den Vorschlag von Sonya Mosimann aufgegriffen, die bei der Kinderhypnose nicht von Hypnose spricht, sondern den Begriff „Fernsehen im Kopf“ (mindTV) eingeführt hat. Hierbei wird den Kindern im Vorgespräch erklärt, dass sich die Sitzung ähnlich anfühlen wird, wie "TV im Kopf zu schauen" – nur intensiver und besser, da man dabei nicht nur in der Lage sei, zu sehen und zu hören, sondern auch zu fühlen, zu riechen und zu schmecken.

Durch den Begriff „Fernsehen im Kopf“ vermeide ich außerdem das Wort Hypnose, welches auch bei Kindern leider immer noch oft einen negativen Beigeschmack hat und mit Kontrollverlust bzw. „sich lächerlich machen“ verbunden wird. Dagegen ist Fernsehen den Kindern sehr wohl bekannt. Sie schauen gerne fern und wissen, dass dies ungefährlich ist - und daher sind sie dann sogar meist neugierig auf das „Fernsehen im Kopf“.


Für wen ist Kinderhypnose geeignet?

"Fernsehen im Kopf " kann bei Kindern ab 4 Jahren angewandt werden, falls das Kind normale kognitive Fähigkeiten hat. Ich persönlich behandele Kinder ab 6 Jahren.


Bei welchen Themen ist Kinderhypnose besonders geeignet?

Kinderhypnose kann bei allen seelischen bzw. psychischen Problemen von Kindern angewandt werden. Im Folgenden zähle ich nur einige davon auf. Die Liste ist also nicht vollzählig. Falls Sie Fragen zu anderenThemen haben, die hier nicht aufgeführt sind, sprechen Sie mich bitte einfach an.

  • ADS/ADHS
  • Allergien
  • Ängste (Schulangst, Prüfungsangst)
  • Bettnässen
  • Fingernagel kauen
  • Lernschwierigkeiten
  • Konzentrationsschwierigkeiten
  • Phobien
  • Schulschwierigkeiten

 

Warum es vor allem bei Kindern sehr wichtig ist, Probleme so schnell wie möglich zu lösen!

Kinder, die an einem der o.g. Probleme leiden, sind nicht nur durch das Problem belastet. Oft hat das Problem auch Auswirkungen auf andere Lebensbereiche. Diese können z.B. sein:

  • Die Entwicklung wird negativ beeinflusst
  • Es wird nur ein geringes Selbstvertrauen aufgebaut
  • Kinder werden zum Außenseiter und dadurch leichter zum Mobbing-Opfer

Daher kann ein einfaches Problem eine Vielzahl negativer Auswirkungen nach sich ziehen, wenn sich diesem nicht gewidmet wird.

Als Beispiel möchte ich eine Hundephobie anführen. Auch wenn das Problem, Angst vor Hunden zu haben, nicht dramatisch klingt, kann es sehr wohl stark negative Folgen haben. Die Angst des betroffenen Kindes kann sich so stark entwickeln, dass es sich nicht mehr traut, alleine zur Schule gehen oder mit Freunden draußen unbeschwert zu spielen. Dadurch entwickelt sich das Kind mit der Zeit zum Außenseiter und verliert immer mehr an Selbstvertrauen. Und genau diese Mischung ist es dann oftmals (Außenseiter und mangelndes Selbstbewusstsein), die dazu führt, dass das Kind von den anderen Kindern gemobbt wird.

 

Ziel der Kinderhypnose

Mein Ziel jeder Arbeit mit Kindern ist es, dass sich das Kind wohler fühlt und dass es an Lebensqualität dazugewinnt. Das Kind wird dabei nicht manipuliert oder nach Wunsch der Eltern umgeformt, sondern bei meiner Therapie steht einzig und alleine das Wohlergehen des Kindes im Mittelpunkt.

In der Therapie leite ich das Kind lediglich an und unterstütze es dabei, seine Probleme selbst zu lösen. Dabei gehe ich u.a. davon aus, dass viele Probleme bei Kindern (wie auch bei Erwachsenen) durch nicht verarbeitete Emotionen entstehen. Beim „Fernsehen im Kopf“ suche ich mit speziellen Techniken gemeinsam mit dem Kind die Situationen auf, in denen diese Emotionen entstanden und nicht verarbeitet worden sind. Nachdem diese Situationen gefunden sind, kann das Kind die Emotionen selbständig nachträglich verarbeiten, indem es sie „zerlegt“ oder „zurückgibt“. Ich halte mich dabei zurück und leite das Kind nur in seinem Tun an bzw. unterstütze es, wenn es Hilfe benötigt.

Da das Kind selbst die Veränderungsarbeit durchführt, erfährt als Zugabe Selbstwirksamkeit. Dadurch werden das Selbstbewusstsein und die Selbstsicherheit gestärkt, was sich auch auf andere Lebensbereiche positiv auswirkt. Zusätzlich hat das Kind eine Technik gelernt, welche es auch bei zukünftigen Problemen anwenden kann.

 

 

 

Claus Rammig

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Hypnosetherapie bei Depression

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