Brainwave Entrainment

 

Brainwave Entrainment bezeichnet eine Synchronisation der Gehirnwellen als Folge der Stimulation des Gehirns mit rhythmischen auditiven oder visuellen Mustern.

Auditive Stimulation erfolgt über unseren Gehörsinn, während unser Gehirn bei der visuellen Stimulation durch das, was wir sehen, beeinflusst wird.

Mit Brainwave Entrainment können folgende Punkte erreicht werden:

  • Einleitung verschiedener mentaler Zustände, z.B. Meditation, Tiefenentspannung, Hypnose

  • Besserung bei ADS/ADHS, Depressionen, Schlafstörungen, Kopfschmerzen

  • Bessere Wirkung von Mentaltechniken wie Suggestionen, Visualisierungen

  • Aktivierung der Selbstheilungskräfte des Körpers, Stärkung des Immunsystems

  • Verbesserte Kreativität, Änderung mentaler Programme, Reduktion schlechter Angewohnheiten


Erklärung

Unser Gehirn besteht aus Milliarden von Gehirnzellen (Neuronen), die durch elektrische Impulse miteinander kommunizieren. Die Kombinationen von Millionen von Neuronen, die gleichzeitig Signale senden, erzeugen eine große Menge elektrischer Aktivität im Gehirn. Diese Aktivität kann man durch empfindliche medizinische Messgeräte sichtbar machen (z. B. durch EEGs). Dabei werden die elektrischen Felder an bestimmten Stellen auf der Kopfhaut gemessen.

Die Ansammlung von elektrischer Energie des Gehirns wird gewöhnlich alsGehirnwellenmuster bezeichnet, da sich ein zyklisches, wellenähnliches Bild ergibt.

Mit der Entdeckung der Gehirnwellen kam die Entdeckung, dass sich die elektrische Aktivität im Gehirn mit der jeweiligen Tätigkeit der Person verändert. Die Gehirnwelleneiner schlafenden Person zum Beispiel unterscheiden sich massiv von denen einer wachen Person. Mit der Zeit wurde immer deutlicher, welche Bedeutung die Gehirnwellen für die Gesundheit und den Geisteszustand eines Menschen haben.

Wenn das Gehirn einem Stimulus über die Ohren (Pulse of Sound), die Augen oder über andere Sinneskanäle ausgesetzt wird, erzeugt es als Reaktion darauf eine elektrische Ladung (Cortical Evoked Response) und diese breitet sich im Gehirn aus.

Ist dieser Stimulus rhythmisch, wie zum Beispiel bei Trommelschlägen, wird der Rhythmus im Gehirn in Form dieser elektrischen Impulse wiedergegeben. Wenn der Rhythmus schnell und konsistent genug ist, kann er die natürlichen Rhythmen des Gehirns, die Gehirnwellen, beeinflussen.

Gehirnfrequenzen

Auch wenn unser Gehirn fast immer gleichzeitig alle Gehirnwellenlängen erzeugt, überwiegt jedoch meist ein bestimmter Frequenzbereich. Dieser Bereich lässt eine Aussage über den jeweiligen Bewusstseinszustand zu.

Die übliche Einteilung der Gehirnwellen in verschiedene Frequenzbereiche ist historisch bedingt und die Grenzen decken sich nicht unbedingt mit modernen Untersuchungen. Es werden folgende Frequenzbereiche unterschieden:

Delta-Wellen: 0,5 Hz – 3 Hz

  • Tiefer, traumloser Schlaf

  • Normalerweise absolut ohne Bewusstsein

  • Heilung des Körpers

In diesem Bereich ist Entrainment nicht möglich, da die Wellen bei 2 Hz und weniger nicht schnell genug sind, um Entrainment im eigentlichen Sinne zu erreichen.
Jedoch gibt es die Theorie, dass Delta-Wellen das limbische System beeinflussen, im speziellen die Amygdala und den Hypothalamus. Das limbische System übt Einfluss auf die Emotionen aus und kontrolliert das autonome System. Delta-Wellen können einen positiven Einfluss auf diese neuronale Struktur haben und dadurch einen positiven Einfluss auf Migräne, Fibromyalgie, chronische Schmerzen und Bluthochdruck.

Theta-Wellen: 3 Hz – 8 Hz

  • Leichter Schlaf

  • Tiefe Entspannung

Untergruppen:

Theta 1: 3 Hz – 5 Hz
Werden diese Wellen unterdrückt, wird die Fähigkeit zur Konzentration und Aufmerksamkeit verbessert.

Theta 2: 5 Hz – 8 Hz

  • Sehr entspannter oder schläfriger Zustand

  • Erhöhte Erinnerungs- und Lernfähigkeit, Konzentration, Kreativität

  • Optimal für die mentale Programmierung

Alpha-Wellen: 8 Hz – 12 Hz

  • Entspannte nach innen gerichtete Aufmerksamkeit

  • Meist bei geschlossenen Augen

  • Normaler Zustand am Morgen nach dem Aufwachen oder während Tagträumen

  • Erhöhte Erinnerungs- und Lernfähigkeit

  • Sehr gut für mentale Programmierung

Beta-Wellen: 12 Hz – 38 Hz

  • Hellwach

  • Aufmerksam

  • Normaler Zustand während des Tages

  • Mentale Programmierung in diesem Zustand nicht sehr effektiv

  • Positive Einflussnahme auf Intelligenz, Aufmerksamkeit, Wachsamkeit, Stimmung möglich

Untergruppen:

SRM: 12 Hz – 15 Hz

  • Sensimotorischer Rhythmus

  • Entspannter Fokus

  • Gute Aufnahmefähigkeit

  • Verbesserte nach außen gerichtete Aufmerksamkeit

Beta 1: 15 Hz – 20 Hz

  • Erhöhte nach außen gerichtete Aufmerksamkeit

  • Kann allgemeine Geistesfähigkeiten, IQ und Fokus erhöhen

  • Gute Intelligenzleistung

Beta 2: 20 Hz – 38 Hz

  • Bereich permanenter Alarmbereitschaft

  • Hektik, Stress, Angst

  • Sprunghafte Gedanken

Gamma-Wellen: 38 Hz – 80 Hz

  • Anspruchsvolle Tätigkeiten mit hohem Informationsfluss

  • Neuronale Reorganisation

 

Wie wird Entrainment erzeugt?

Nachdem Sie jetzt bereits wissen, was der Begriff Brainwave Entrainment bedeutet, können Sie hier erfahren, wie Entrainment erzeugt wird. Entrainment erzeugt man durch unterschiedliche Töne bzw. Beats und durch verschiedene Arten von Modulationen. Dabei unterscheidet man folgende Beats und Modulationen:

Beats

  • binauraler Beat

  • monauraler Beat

  • isochroner Beat

Modulationen

  • Amplitude Modulation Entrainment

  • Auto Panning Modulation Entrainment

  • Pitch Panning Modulation Entrainment

  • Crossfeed Modulation Entrainment

  • Pitch Modulation Entrainment

  • Band Pass Modulation Entrainment

Sowohl Beats als auch Modulationen haben als Voraussetzung einen Entrainment-Track nötig. In diesem wird die Frequenz angegeben, auf die die Gehirnwellen eingestellt werden soll.


Beats

Frequenzen im Bereich der Gehirnwellen (0,5 Hz – 40 Hz) sind zu niedrig, um vom menschlichen Gehör wahrgenommen zu werden. Menschen hören im allgemeinen die Töne, deren Frequenz im Bereich zwischen 20 Hz und 20.000 Hz liegt.

Die niedrigeren Frequenzen der Gehirnwellen können jedoch über einen Umweg produziert werden. Es gibt zwei Arten von Möglichkeiten diesen "Umweg" zu erzeugen.

Möglichkeit eins macht sich den Umstand zunutze, dass sich Wellen von verschiedenen Tönen, die zusammen gespielt werden, gegenseitig addieren oder subtrahieren, so dass eine einzige Welle entsteht.

Diesem Verfahren gehorchen folgende Beats, wobei der Entrainment-Track dabei die Tonhöhe (sprich: die Frequenz) des erzeugten Tones steuert:

Binauraler Beat

Binaurale Beats sind das wohl am bekannteste Verfahren, um Entrainment zu erzeugen. Bei binauralen Beats wird auf der rechten und linken Stereoseite jeweils ein Ton mit einer bestimmten Frequenz gespielt. Die Frequenz-Phasen werden dabei so gesteuert, dass sich die beiden Wellen subtrahieren. Das bedeutet, die Differenz beider Töne bildet die Entrainment-Frequenz.

Zum Beispiel: Ein Ton von 110 Hz auf der rechten Stereoseite und ein Ton von 100 Hz auf der linken Seite erzeugt im Gehirn eine Welle von 10 Hz.

Wichtig: Binauraler Beat ist nur über Kopfhörer wirkungsvoll!

Monauraler Beat

Monaurale Beats funktionieren wie binaurale Beats - mit dem einzigen Unterschied, dass die beiden Töne je Stereoseite erzeugt werden. Damit können monaurale Beats auch ohne Kopfhörer ihre Wirkung erreichen.

Isochrone Beats

Isochrone Beats entstehen nicht durch Interaktion zwischen zwei verschiedenen Tönen, sondern werden durch die Modulation der Lautstärke erzeugt. Eine Entrainment-Frequenz von 10 Hz bedeutet, dass zehn Mal in der Sekunde die Lautstärke von 100 auf 0 verändert wird. Ein isochroner Ton besteht somit aus einer Serie eng aneinander gereihter, pulsartiger Schläge, die in einer bestimmten Frequenz ertönen. Da dieser Ton sehr schnell erklingt und wieder verklingt, wird dadurch eine extrem ausgeprägte Resonanz im Gehirn erzielt.

Isochrone Beats sind für die Erzeugung von Entrainment am effektivsten. Sie können auch ohne Kopfhörer ihre Wirkung erzielen.

In meinen Sessions arbeite ich standardmäßig mit isochronen Beats, da dieses Verfahren bei der Stimulation der Gehirnwellen die besten Effekte erzielt. Auf Wunsch können jedoch auch andere Beats verwendet werden.


Modulationen

Bei den Modulationen steuert der Entrainment-Track, wie oft die Modulation pro Sekunde auftritt.

Bei allen Modulationen können die Wellenform und die Intensität stufenlos verstellt werden.

Es werden folgende Modulationen unterschieden:

Amplitude Entrainment

Bei dieser Modulation wird die Lautstärke verändert.

Isochrone Töne sind im eigentlichen Sinne konstante Töne mit Amplitude Entrainment. Dabei liegt die Intensität bei 100%. Das bedeutet, die Lautstärke ändert sich pro Modulation vollständig von "komplett an" auf "ganz aus".

Amplitude Entrainment ist die effektivste Modulation. Ich verwende diese bei allen Sounds und Noises (Hintergrundrauschen).

Da die Amplitude Entrainment Modulation nicht von der Stereoseite abhängig ist, erzielt sie ihre Wirkung auch ohne Kopfhörer.

Auto Panning Entrainment

Beim Auto Panning Entrainment erfolgt die Modulation von einem Ohr zum anderen.

Bei einer Intensität von 100% wechselt der Ton vollständig von einem Ohr auf das andere.

Die Wirkung des Auto Panning Entrainment wird nur mit Kopfhörer erreicht.

Pitch Panning Entrainment

Pitch Panning Entrainment regelt die Tonfrequenz auf der einen Stereoseite leicht nach oben, auf der anderen leicht nach unten und wechselt dann zwischen den beiden Stereoseiten hin und her.

Als Effekt erhält man eine Art räumliche Position des Klangs ähnlich binauraler Beats.

Voraussetzung dabei ist ein ähnlicher Klang auf linker und rechter Stereoseite.

Die Wirkung des Pitch Panning Entrainment wird nur mit Kopfhörer erreicht.

Crossfeed Entrainment

Beim Crossfeed Entrainment werden die linke und die rechte Stereoseite vertauscht.

Die Wirkung des Crossfeed Entrainment wird nur mit Kopfhörer erreicht.

Pitch Modulation Entrainment

Beim Pitch Modulation Entrainment wird die Ton-Frequenz abwechselnd nach oben und unten geregelt.

Die Wirkung des Pitch Modulation Entrainment wird auch ohne Kopfhörer erreicht.

Band Pass Modulation Entrainment

Beim Band Pass Modulation Entrainment wird ein Frequenzbereich angegeben. Frequenzen außerhalb dieses Bereiches werden weggeschnitten. Die Modulation wird dadurch erzeugt, dass die obere Bereichsgrenze nach oben und unten verschoben wird.

Die Wirkung des Band Pass Modulation Entrainment wird auch ohne Kopfhörer erreicht.

 

Claus Rammig

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