Migräne

 

Fakten

Migräne gilt heute allgemein als Reizverarbeitungsstörung des Nervensystems.

Man geht davon aus, dass den Betroffenen erlernte Wahrnehmungsfilter fehlen, die normalerweise unser Nervensystem vor den Folgen einer übermäßigen Reizüberflutung schützen. In Folge dessen nehmen sie sehr viel mehr Außenreize auf als andere Menschen und müssen diese dann auch verarbeiten. Dadurch werden zentralnervöse Kapazitäten wiederkehrend so stark überlastet, dass es zu einem „Systemzusammenbruch“ kommt - der Migräneattacke.

Die Attacke ist gekennzeichnet durch einen anfallsartigen und pulsierenden Kopfschmerz. Häufig sind Übelkeit, Erbrechen, Licht- und Geräuschempfindlichkeit Begleiterscheinungen.

Bei 10—15% der Patienten geht einem Migräneanfall eine sogenannte „Aura“ voraus. Mit dem Wort Aura bezeichnet man Symptome wie Sehstörungen oder sensible Wahrnehmungsstörungen, die typischerweise für die Dauer von 30 – 60 Minuten dem eigentlichen Migränekopfschmerz vorausgehen und sich danach wieder vollständig zurückbilden.

Bei der sogenannten Entspannungsmigräne wartet das Nervensystem ab, bis eine Entspannungsbereitschaft eintritt – Wochenende, Urlaub oder Schlaf. Erst dann bricht die Attacke aus.

 

Typische Faktoren

Stress
Stress ist der wohl häufigste Auslöser einer Migräneattacke. Dies kann beruflicher oder auch privater Stress sein. Typisch ist auch das Auftreten der Attacke in der Erholungsphase.

Menstruation
Hormonschwankungen während des weiblichen Zyklus scheinen bei vielen Frauen Auslöser für Migräneattacken zu sein.

Schlafmangel oder -überfluss
Ein Migräneanfall kann auch durch zu langen oder zu kurzen Schlaf ausgelöst werden. Auch durch eine Veränderung im Schlafrhythmus (z.B. durch Schichtarbeit, Zeitverschiebung bei Flugreisen) kann es zu Attacken kommen.

Alkohol und Nahrungsmittel
Übermäßiger Alkoholgenuss, vor allem Rotwein, kann Migräneanfälle auslösen.

Ca. 10% der Betroffenen erzählen, dass Attacken durch bestimmte Nahrungsmittel ausgelöst werden. Dazu gehören u.a. verschiedene Käsesorten, Schokolade und Zitrusfrüchte.

Erbliche Veranlagung
Zwillingsstudien haben belegt, dass es auch eine erbliche Komponente der Migräne gibt.

Nikotin
Es spielt dabei keine Rolle, ob aktiv oder passiv geraucht wird.

Belastende Lebensumstände
Auch belastende Lebensumstände wie Sorgen, Kummer oder Ängste können Faktoren sein, die mitverantwortlich sind, eine Migräneattacke auszulösen. Dabei spielt es keine Rolle, ob diese belastenden Umstände bewusst oder nur unbewusst auftreten.

Starke körperliche Belastung

Wetterumschwung

 

Migränepersönlichkeit

Migränepatienten sind auch oft Persönlichkeiten deren Aufmerksamkeit verstärkt auf die konkrete Außenwelt mit all ihren Anforderungen und Aufgaben gerichtet ist. Diese können sie meist bestens bewältigen, auch wenn diese Bewältigung oft zwanghaft und angespannt durchgeführt wird. Dabei bemerken die Betroffenen aber nicht, welchen Stress sie damit ihrem eigenen Körper zumuten.

Unwillkürliches Geschehenlassen und achtsame Gelassenheit sind bei ihnen meist unzureichend ausgebildet.

 

Auslösung einer Attacke

Um eine Migräneattacke auszulösen, müssen meist mehrere Faktoren zusammen auftreten.

 

Therapie

Mit Hilfe meiner Hypnosetherapie können jedoch gezielt einige Auslöser einer Migräneattacke abgeschwächt werden und dadurch die Häufigkeit, die Dauer und die Stärke der Attacken erheblich vermindert oder ganz aufgelöst werden.

Die Hauptziele meiner Therapie richten sich auf drei Säulen:

  • Auflösung belastender Umstände (diese können auch in der Kindheit liegen)
  • Verminderung von Stress
  • Verinnerlichung von Gelassenheit und Ruhe

 

Die Dauer der Therapie beträgt in der Regel 3 Sitzungen.

Zwischen den einzelnen Hypnose-Sitzungen sind vom Klienten Hausaufgaben zu leisten. Dazu gehört zum einen das Führen eines Migränetagebuches und zum anderen das regelmäßige Durchführen einer vorgegebenen Entspannungsübung. Diese Hausaufgaben sind ein wichtiger Bestandteil der Therapie. Dadurch soll der Klient auch seine Eigenverantwortung erkennen.

 

Claus Rammig

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Hypnose Rammig

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